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Willberg Willberg ist ein werdender Popstar, irgendwo zwischen Sasha und Kurt Cobain. Das heißt, er lebt in einer Welt voller Zitate, die er - durchaus vorstellbar - wahrscheinlich alle selbst kennt und denen er sich dennoch nicht entziehen kann. Er hat die Magenschmerzen von Kurt Cobain (der irgendwann kein Essen mehr bei sich behalten konnte), er provoziert auf der Bühne wie Iggy Pop ("Guten Abend, Schwanzlutscher!" sind die Worte, mit denen jener einmal das Publikum der Harald Schmidt-Show begrüßte) oder Lou Reed (der seinen Gitarristen küßte) - und er muß sich dennoch wie eine Boygroup den kommerziellen Produktionsvorgaben der Plattenindustrie beugen und wird von einem Sportartikelhersteller gesponsert wie der Rapper Eminem. Am Ende läuft er mit nietzscheanischem Pathos und offenem Bademantel durch die Straßen, genauso wie der junge Maler Basquiat in Julian Schnabels gleichnamigem Film durch New York taumelt. Dieses Ende, ein offenes Scheitern, ist wichtig, denn es ist ein Teil dieser Kultur, sich aufzuopfern, um einzig und allein in diesem Scheitern noch so etwas wie Glaubwürdigkeit und einen letzten Sieg über alle Zweifler zu erringen. Willbergs Perspektive wird darüberhinaus im Gegensatz zu Hans Kristofer in der dritten Person erzählt, weil man sich gut vorstellen kann, daß ein Popstar auch tatsächlich so von sich denkt - "Willberg, denkt Willberg, ..." oder "Ich habe heute meine Bob Dylan-Maske aufgesetzt", wie Bob Dylan einmal gesagt hat. |